Alles ist miteinander verwoben. Diese wundersame Kraft, die alles verbindet, zu spüren und zu erforschen, lässt mich das Leben begreifen. Nicht mit dem Kopf. Sondern im HerzRaum im SchoßRaum. In meinem FrauSein. Als Hebamme. Als Achtsamkeitstrainerin. Als Erdhüterin. In dieser chaotischen Zeit. Die Wunder des Lebens immer wieder zu entdecken, zu erkennen und zu lieben – das ist mein großer Wunsch an alle Menschen, alle Frauen, alle Mütter und Familien.
Nur was ich kenne, das liebe ich. Nur was ich liebe, das schütze ich.“ (Konrad Lorenz)
… das Wunder selbst
Was ist denn überhaupt ein Wunder frage ich mich, während ich schon schreibe?
Ein Wunder ist für mich etwas, was mich Staunen lässt. Was mich tief berührt. In meinem Körper in meiner Seele und in meinem Geist.“ (DaniElaQuabs)
Ein Wunder ist laut Wikipedia ein Ereignis, dessen Zustande kommen nicht mit rationalem Denken erklärt werden kann. Oha! Ich kann mir die Entstehung von neuem Leben erklären, ich weiß darum – also ist es im antiken Griechenland ein Wunder gewesen heutzutage jedoch nicht mehr?
Das lateinische Wort „miraculum“ (Wunderding) bezog sich vor allem auf außergewöhnliche menschliche Leistungen, wie zum Beispiel die Weltwunder. Im Mittelalter war ein „miraculum“ der Einwirkung Gottes zugeschrieben während ein zweiter Begriff, „mirabilia“ („Wunderbares“) sich auch auf die, nicht mit dem Verstand fassbaren Ereignisse bezieht. Etymologisch geht das Wort „Wunder“ auf den althochdeutschen Begriff „wuntar“ zurück. Dann wäre das Wunder also mehr ein Wunsch.
Interessant, doch etwas vermisse ich. Und das ist die Verbindung zu unserer Seele. Wunder sind, wie auch Mythen und Märchen, Zauber und Magie ein Teil unserer KörperGeistSeelenLandschaft. Egal, ob es eine wissenschaftliche Erklärung gibt oder (noch) nicht – Wunder sind einfach WunderVoll!
Wunder müssen wir uns nicht wünschen. Sie sind bereits alle da.“ (DaniElaQuabs)

… die Dunkelheit
Tief in der Erde überdauert ein kleines, unscheinbares Samenkorn den Winter. Es ruht in der Dunkelheit. In dieser Ruhe liegt eine große SchöpferinnenKraft. Alles Leben ist in diesem Korn enthalten. Ob einmal ein Baum daraus wird oder eine Sonnenblume.
Tief im Schoß eines Säugetieres wächst durch das zusammenschmelzen von zwei winzigen Zellen ein neues Wesen heran. Bei uns Menschen ist es ebenso. Eine weiblich Eizelle öffnet sich, einen winzigen Augenblick lang, für eine zielstrebige männliche Samenzelle. In der samtigen Dunkelheit des weiblichen Schoßes wächst ein neues Menschenkind heran.
Die Entstehung neuen Lebens ist für mich ein Wunder, weil sie mir zeigt das ALLES bereits da ist. In uns. In der Natur. Die Fülle des Lebens. Liebe. Unser ganzes SEIN. Entstanden in der Dunkelheit. Ich liebe es, diesen Wundern mit Achtsamkeit zu begegnen.
… die Geburt
Und dann ist er da, dieser eine Moment. Wo sich ein zartes Pflänzchen, grün und kraftvoll aus der Erde schiebt. Wo im Frühjahr die Knospe am alten Apfelbaum aus ihrer braunen Hülle ploppt. Wo ein Tierkind die dunkle Feuchte verlässt und ins Licht purzelt. Wo das Menschenkind mit jeder Wehe und mit Hilfe seiner Mutter in diese Welt hineingeboren wird. In die Hände der Mutter.
Als Hebamme im Kreißsaal habe ich diesen Moment geliebt. Wo sich das kleine Wesen mit dem Köpfchen voran in diese Welt schiebt. Geburt bedeutet Transformation. Von einem bekannten Raum in einen neuen, unbekannten. Von einem Seinszustand in ein neues DaSein. Das braucht Mut und Ur-Vertrauen.
Ich liebe das Wunder der Geburt, weil das für mich Neubeginn bedeutet. Die Entscheidung, anzufangen. Etwas Bekanntes loszulassen. Sich hin(ein)zugeben in etwas Unbekanntes.
… den Atem
Über den Atem könnte ich nun seeehr viel schreiben. Der Atem ist für mich eines der großen Wunder des Lebens. Er ist immer für uns da. Von unserem ersten EinAtmen bei der Geburt bis zu unserem letzten AusAtmen wenn wir sterben. Ich liebe es meinen Atem zu spüren. Er IST Leben.
EinAtmen und AusAtmen Wie die Wellen am Meer. Er kommt und geht. Doch ist er nie fort. Er ist zuverlässig, gibt mir Kraft und Erholung. Immer da, wo ich gerade bin.
Atem bedeutet VerBINdung. Einige bewusste Atemzüge verbinden mich wieder mit mir selbst, wenn ich mich im Funktionieren verliere. Sie lassen mich in jeder Situation im Hier und Jetzt ankommen. Atem ist DIE Verbindung zu Mutter Erde. Wir „teilen“ uns das Element Luft. Eine menschliche Lunge mit ihren Verästelungen ähnelt einem Baum. Unser „Innen“ spiegelt sich im „Außen“ der Erde.
Das Wunder des lebendigen Atems lässt mich unendlich dankbar sein.

… meinen Körper
Billionen von Zellen bilden unseren menschlichen Körper. Fein aufeinander abgestimmt arbeiten verschiedene Organsysteme wie Knochen, Atmungs, Nerven, Blutkreislauf und Hormone, um nur einige zu nennen, zusammen. Sie tauschen sich aus. Kommunizieren miteinander. Tag und Nacht! 24/7! 365 Tage im Jahr! Auch wenn uns dies die meiste Zeit unseres Lebens gar nicht bewusst ist..
Der Körper schenkt unserer Seele ein Zuhause. Mit „Leib und Seele“ heißt, beide sind auf innigste miteinander verbunden. Ein MenschenLeben lang. Ich liebe es, innezuhalten und meinem Körper zu lauschen, damit meine Seele sprechen kann. .
… Gaia-Mutter Erde
Auch die Welt in der wir leben, ist ein Wesen mit einer Seele. Mutter Erde. Wir sind aus dem gleichen „Stoff“ gemacht wie sie. Wir sind die Erde. Sie ist unser Körper, Das Wasser ist unser Blut. Die Luft ist unser Atem. Und das Feuer ist unser Spirit, Geist und Seele. Unsere SchöpferInnenKraft, Kreativität.
Ich liebe und ehre Gaia, Mutter aller Wesen. Ich finde Ruhe und Erdung. In den letzten Jahren ist ist mir noch bewusster geworden, welch ein unglaubliches Geschenk es ist, als Menschenwesen Teil dieses geduldigen Wunders zu SEIN.
… den Tanz
Die Bewegung der Blätter im Wind, Die Schwingung eines Tons, die Vibration einer Trommel. Wellen am Meer. Ein tanztaumelnder Schmetterling. Lichtspiele im Wasser. Tanzendes Feuer. Der ganze Kosmos ist ein Tanz.
In der Bewegung spricht Gaia zu uns. In der Bewegung kommen Mensch und Erde in VerBINdung. In einem Lied. Im Tanz. Im Atem. In, aus dem Herzen kommenden. Ritualen, die nichts weiter brauchen als Liebe. Wir haben die Freiheit uns jeden Tag neu zu entscheiden. FÜR die Wunder des Lebens.

Liebe Daniela,
mich berührt dein Text sehr. Wie recht du hast, dass Wunder rund um uns existieren. Die Kunst ist, sie zu entdecken. Begreifen müssen wir sie nicht alle. Hauptsache, wir staunen darüber. Ich liebe es, im Garten oder im Wald unterwegs zu sein und die Natur in ihrer Schönheit, Vielfalt und Magie zu erleben. Sie macht mich reich und inspiriert mich für meine Kunstwerke. Es freut mich, wenn ich diese Inspiration mit anderen teilen kann. Und ich bin froh, dass auch du dich gern an Wundern erfreust. Sang nicht Queen „The Miracle“? Das fällt mir jetzt ganz spontan ein.
Alles Liebe,
Katrin
Liebe Katrin, wie schön, das dich der WunderArtikel berührt. Im Nachsinnen um den Begriff „begreifen“ merke ich- ich meine genau DAS. Die wundersame Kraft lässt mich vom Leben berührt sein. Nicht mit dem Verstand – sondern mit dem Herzen.
Danke
Wow, so ein berührender und inspirierender Text – danke dir fürs Teilen!
Ganz herzlichen Dank dir, Martina für deinen lieben Kommentar