Herbst – die Zeit der Ernte, der Balance und des Rückzugs

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Als ich mir dieser Tage mal wieder die erste Kanne Tee am Morgen bereitstellte und dicke Socken statt barfuß angesagt waren – da wurde mir bewusst:

AHA – JETZT wird es langsam Herbst. Der Tau auf der Wiese. Die Kreuzspinnen, die ihre Netze weben.

Die Tage werden deutlich kürzer. Es geht langsam in die dunkle Jahreszeit hinein.

In die Ruhe. Nach INNEN – so zeigt es uns zumindest die Natur.

Doch JETZT ist auch Erntezeit! Erntedankfest! Die Zeit, in der die Äpfel, Birnen und auch Nüsse oder Kürbisse reif sind. Das, was im Frühjahr gesät wurde, ist nun bereit, geerntet zu werden – die heimischen Früchte, genau wie die geistigen Früchte, die guten Vorsätze und die Früchte unseres Tuns.

Balance – die Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche

Balance ist das Thema der Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche am 23. September, wo die Sonne genau im Westen untergeht – bevor wir dann immer mehr in die dunkle Jahreszeit hineinfließen.

In der heutigen Zeit benennen wir einen bestimmten Tag, weil wir die Möglichkeit haben, ihn zu berechnen. In früherer Zeit war es ein ZeitRaum in der Qualität einer Jahreszeit. Die Menschen konnten sich noch auf all ihre Sinne verlassen.

Sie sahen, wie am Himmel das Tierkreiszeichen Waage seinen Platz einnimmt. Die Venus und Isis – ein weit entfernter Stern – tanzen mit uns bis in den späten Oktober hinein, tiefer in die zunehmende Dunkelheit.

Weibliche Energie und männliche Energie. Yin und Yang. Ein Tanz der Kräfte – bevor sich die Waage neigt. Sie bemerkten die Zeichen der Natur. Sie fühlten die Energie.

Es ist also die Energie dieser Tage, die Gleichgewicht verspricht – wenn auch wir Menschen der Neuzeit uns wieder darauf einlassen können. Wenn wir die Qualität der Jahreszeit neu wahrnehmen lernen. Wenn wir mit der Energie fließen.

Wenn wir unsere inneren Widerstände aufgeben – von dem, was wir meinen, unbedingt zu brauchen oder haben zu wollen, genau wie von dem, an dem wir festhalten –
dann können wir uns wieder einlassen
auf das Wesentliche.

DaniEla Quabs

Erntezeit – die Gaben von Mutter Erde

Auch wenn die Tage noch warm sind – die Natur nimmt langsam ihre Kräfte zurück. Die heimischen Früchte werden reif. Die Natur zeigt nun ihr Wesentliches, die Essenz aus dem Zyklus von werden – wachsen – reifen – welken – vergehen.

Von der Saat zur Ernte

„Was du gesät hast, wirst du ernten“ – ein weiteres Thema, welches sich jetzt im Herbst zeigt.

Äpfel, Mais, Kartoffeln, Möhren, Kürbis, rote Bete. Hasel- und Walnüsse. Weintrauben. Alles steht bereit und darf geerntet werden. Von Mensch und Tier. Die Samen heimischer Wildpflanzen sind Buffet für Vögel und andere Tiere. (Das Titelbild habe ich gerade ausgetauscht. Es zeigt den Erntetisch mit einer bunten Fülle an Gemüse beim heutigen Erntefest, 20.September 2026)

Ernten geht jedoch nur dann, wenn wir im Frühjahr gesät haben, was wir ernten wollen. Wenn wir die Saat gepflegt und uns gut gekümmert haben.

Ich kann keine Bohnen säen, wenn ich Möhren ernten möchte.

DaniEla Quabs

Das gilt in der Natur genauso wie für unsere Gedanken, welche wir „gesät“ haben, und unsere Handlung und Haltung, die wir „pflegen“. Was also hast du gesät?

Über Wertschätzung und Dankbarkeit

Der Apfel, als Symbol der Fülle, der Weiblichkeit, stand schon immer im Mittelpunkt der Erntedankfeste.

Die Feste waren nicht nur eine Zusammenkunft der Menschen, um die Ernte zu tauschen oder zu verkaufen. Es wurde zu Ehren der großen Erdenmutter gefeiert, die ihre Gaben mit den Menschen teilte.

Hier drückt sich die große Dankbarkeit und die Wertschätzung nicht nur für die Gaben, für die Früchte sondern für Gaia selbst aus.

Herbstmandala im Cappenberger Wald – „lasse ein kleines Zeichen da,
irgendein WESEN wird sich darüber freuen“

Auch heute gibt es in vielen Regionen noch Apfel-, Wein- und Herbstfeste. Ich finde den GeDANKen der WERTschätzung auch -oder gerade – im 21. Jahrhundert durchaus aktuell.

Wie fühlt sich der Gedanke an, nicht nur zu nehmen sondern bewusst ein DANKE zurückzugeben?

Beim Äpfel ernten, wenn du das noch tust? Beim Einkaufen von regionalem und saisonalem Obst? In einem Bewusstsein von dem, was du wirklich brauchst?

Und beim Feiern eines Herbstfesteswieder bewusst mit einfließen lassen.

Kannst du deine Ernte WERTschätzen? Schätzt du auch deinen eigenen Wert?

Wenn sich das Leben (scheinbar) zurückzieht

Die Luft wird feuchter und kühler. Die Lebenssäfte und Kräfte , die wir mit unseren Augen wahrnehmen, ziehen sich zurück: In die Tiefe. In die Erde. In den dunklen Schoß der großen Mutter. Die Farben und die Qualität wandelt sich.

Das Element Wasser

Das Element Wasser steht im nordeuropäischen Jahreskreis symbolisch für den Herbst.

Wasser ist immer in BeWEGung. Das Wasser findet immer einen Weg. Wasser ist immer in Veränderung. Wasser trägt die Information allen LEBENS. Seit URZeiten. Informiert vom URMeer. von der URMutter.

Wasser speichert und transportiert Informationen sehr präzise in die materielle Welt – sowohl tief in die „Zellen“ der Erde als auch in jede Zelle unseres menschlichen Körpers.

Das Wasser als sprudelnder Lebensquell des Frühjahrs wird zu einem stillen Spiegel der Natur – und deiner Seele.

Auch wenn das Leben im Sichtbaren, an der Oberfläche, verwelkt und vergeht – die Natur hat keine Angst. Sie hat Vertrauen in den Fluss des Lebens.

Kannst auch du dem Fluss deines Lebens vertrauen?

Die Farbe Orange

Die Farbe Orange steht im traditionellen Jahreskreis als Symbol für den Herbst.

Mutter Erde zeigt sich bunt. Sie gibt sich dem Rhythmus des Lebens hin. Sie lässt los. Die Blätter an den Bäumen färben sich gold, gelb, orange und rot – bevor sie „sterben“ und wieder zu Erde werden. Das Licht wird weicher und goldener.

Spannend finde ich in diesem Zusammenhang die Verbindung zwischen Wasser und der Farbe Orange in der indischen Chakren-Lehre.

Denn es ist das Sakral-Chakra, welches dort die Farbe Orange trägt. Es liegt im Becken – im SchoßRaum – dem Zentrum der LebensLust, der Schöpfung, der Kreativität, der Gefühle und des Wassers:

Blut, Lymphe, Samenflüssigkeit, Urin. Fruchtwasser und Tränen. Wasser ist Leben.

Ternscher See in Olfen zur Herbstzeit

Wasser ist Leben

Wasser ist Schöpfung. Und Schöpfung braucht Zeit und Ruhe. Ich kenne das als Hebamme zu gut: Eine Schwangerschaft braucht Zeit, Schutz und Ruhe – das Kind braucht die Geborgenheit und die Wärme im Fruchtwassers.

Die Symbolik des Wassers und der Farbe Orange beschreibt nicht nur die Energie des Menschen. Sie beschreiben ebenfalls Räume und Energien in der Natur.

Und so brauchen die Pflanzen und Tiere den Rückzug, die Ruhe und die Geborgenheit im dunklen Schoß der Erde, um im Frühjahr einen neuen Zyklus beginnen zu können.

Wenn du die Zeit der Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche gemeinsam mit mir und Anderen erleben möchtest lade ich dich ein u meinem Seminar NaTOUR im Jahreskreis am Sonntag, 20. September, in Lünen an der Lippe.

Melde dich einfach per E-Mail bei mir an – info@danielaquabs.de – dann schicke ich dir den Treffpunkt und alle weiteren Infos.

Deine LebensErnte – Fragen zum HINEINspüren

  • Was wäre, wenn du dir erlauben würdest zu glauben, dass auch du mit dieser Energie des Herbstes verbunden wärst? Was würdest du fühlen? Was würdest du in diesem Herbst anders machen?
  • Was hast du gesät? Was erntest du?
  • Was ist dir wichtig und wesentlich? Bist du erfüllt von deiner Ernte?
  • Kannst du deine Ernte annehmen?
  • Welche „Früchte“ – Gedanken, Gefühle, Projekte – möchtest du in diesem Jahr noch vollenden?
  • Was sortierst du aus? Was möchtest du mitnehmen ins nächste Jahr?
  • Kannst du deinem Lebensfluss vertrauen?

Wenn dich meine Impulse nicht nur im Herbst, sondern Woche für Woche begleiten sollen – dann melde dich d gerne in meinen Newsletter AcHtsAme Momente an

Von Daniela Quabs

Nach über 30 Jahre als Hebamme bin ich heute Wegbegleiterin für Frauen in allen Lebensphasen. "werde.wachse.SEI." ist die Vision, Töchter, Mütter und das Weibliche uns wieder an die Verbindung zur große Mutter Erde zu erinnern und den Weg in die Eigenverantwortung zu gehen. Achtsamkeit, Bewegung und die Natur als helfen uns diesen Weg zu finden. Auch auf meinem Blog dreht sich ALLES um das Thema VerBINdung. DAS was mich ausmacht ist NeugierigSEIN, erforschen und erspüren, wie ALLES zusammenhängt. DAS lässt mich die Wunder des Lebens BeGREIFEN – erFÜHLEN und erLEBEN. All meine Facetten gebe ich HIER weiter. Meine Arbeit verstehe ich als generationsübergreifend. Sie schafft eine Verbindung zwischen jungen und alten Frauen UND der großen Mutter Erde. Deine DaniEla

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