Atem ist Leben und eine wundervolle Wegbegleitung

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Wann hast du eigentlich das letzte Mal NUR für dich geatmet?

Nicht für deine Familie. Nicht für deinen Partner. Nicht für die Arbeit, die noch erledigt werden will. Sondern NUR für dich. AtemRaum ist ein Raum für dich.

Dein Atem ist dein erstes Wort beim Ankommen in dieser Welt: das erste Luftholen – der erste Schrei – bei der Geburt. Und er wird da sein, bis zu deinem letzten Atemzug, wenn du diesen Körper wieder verlässt.

Dazwischen liegt ein ganzes Leben. Und in jedem einzelnen Moment davon — atmest du.

Im Durchschnitt sind das 15-mal in der Minute. Also 900 Atemzüge in der Stunde und 21.600 am Tag. In einer Woche atmest du 151.200-mal. In einem Monat 604.800 Male. Und über 7,25 Millionen Atemzüge machst du in einem Jahr.

Wie alt bist du? Schnapp dir einen Taschenrechner und schau mal auf die unglaubliche Zahl deiner Atemzüge – egal ob du 28 Jahre oder 65 Jahre alt bist.

Dein Atem ist deine Begleitung auf deinem Lebensweg. Dein Atem ist immer für dich da. Meistens, ohne es zu bemerken.

gewöhnlich und außergewöhnlich zugleich

Der Atem ist das Vertrauteste, was wir haben — und für mich ein großes Wunder. Er ist überall dort, wo du bist. Er begleitet dich für gewöhnlich völlig unbewusst, im Schlaf, beim Autofahren, beim Zuhören. Du atmest AUS, wenn du sprichst, singst oder lachst. Du atmest EIN, wenn du überrascht bist. Du hältst die Luft an, wenn du Angst hast, und du atmest aus, wenn die Gefahr vorüber ist. Über all das musst du nicht nachdenken.

Doch dein Atem lässt sich auch bewusst lenken, wenn du es willst. Kein anderer Vorgang in deinem Körper kann das: willkürlich UND unwillkürlich zugleich zu sein. Dein Herz schlägt, ohne dass du es bewusst beeinflussen kannst. Deine Leber entgiftet deinen Körper still und leise – (fast) egal, was du ihr antust.

Doch mit deinem Atem kannst du genau DAS! DU kannst bewusst langsamer atmen, tiefer ein- und ausatmen. Du kannst die Luft anhalten, hecheln wie ein Hund und tönen und singen. Alles aus deinem Willen heraus.

voller Kraft

Das bewusste langsamere Atmen wirkt positiv auf deine Gesundheit. Insbesondere auf dein Herz. Herz und Atem wirken eng zusammen. Genau darin liegt auch die Kraft des Atems. AtemKraft ist LebensKraft

Er ist auch eine Kraft – Ressource, wenn du sie brauchst. Bewusstes Atmen hilft bei Prüfungsangst und gegen Schmerzen – nicht nur bei der Geburt. Er unterstützt dein Denken und deine Konzentration und deine BeWegung. Er bringt dich buchstäblich auf den Weg aber auch in die Ruhe und in den Schlaf – wenn du es willst.

Stell dir vor, so kannst du dein Leben selbst gestalten — AtemZug für AtemZug.

Du musst nicht ALLES auf einmal bewältigen. Nur diesen einen Moment. Nur diesen einen AtemZug. Von Moment zu Moment. Von Tag zu Tag. Oder bei der Geburt: von Wehe zu Wehe.

LOSlassen und EINlassen

Außer dass du natürlich Luft einatmest, die all deine Zellen mit Sauerstoff versorgt, und „verbrauchte“ Luft wieder ausatmest, gibt es noch eine andere Ebene.

AusAtmen heißt auch LOSLASSEN. Gedanken, Gefühle, Stress, Sorgen, Verpflichtungen — all das, was sich im Laufe eines Tages in dir ansammelt. Angst, Spannung, Schmerz. Mit jeder AusAtmung kannst du etwas mehr Ent-Spannen. Die Spannung herauslassen. Einen Raum schaffen für den nächsten Atemzug.

Jedes EinAtmen bedeutet ein sich EINLASSEN. Auf etwas Neues. Auf frische Energie. Auf Kraft, Mut, auf die Liebe. Sich einlassen auf einen neuen Gedanken und ein anderes Gefühle – all das darf in dich hineinströmen — ganz von selbst, so wie die Luft es auch tut.

Vielleicht hältst du einmal für einen kleinen Moment inne und beobachtest deinen Atem. Dann bemerkst du die kleinen Pausen. Eher ein Innehalten. Nach dem AusAtmen. Eine Leere, die für einen Moment einfach da ist. Bevor der Impuls zum nächsten Atemzug von selbst kommt. Du musst nicht aktiv die Luft einsaugen.

Stelle dir doch einmal einen Timer auf eine Minute und zähle deine Atemzüge. Sind es 10, 12 oder 16 AtemZüge in der Minute? Alles ist in Ordnung.

Es gibt keine „richtige“ Atmung, die für alle gleich wäre. Richtig ist die Atmung, die natürlich fließt, die leicht geht — deine ganz eigene, individuelle. Jeder Mensch atmet in seinem eigenen Rhythmus.

ein Schalter vom TUN ins SEIN

Wenn du dir deiner Atmung bewusst wirst, kannst du aus deinem Hamsterrad heraustreten. Nicht sofort, aber Stück für Stück – AtemZug für AtemZug. Heraus aus dem ewigen Funktionieren, Planen, Erledigen — hinein in die Stille deines SEINs, und sei es nur für einen kurzen gegenwärtigen Moment. Für drei AtemZüge. Für eine Minute. Für drei Minuten Atemmeditation. Du musst nichts leisten, wenn du atmest. Du darfst einfach sein.

In diesem GeWAHRsein entsteht die erste Freiheit, den kleinen Raum zu bemerken, der zwischen dem nächsten Reiz und deiner Reaktion liegt. Zwischen dem Ende des einen Tuns und dem Anfang des nächsten. Dein AHA-Moment. AHA – jetzt ist fertig! Und genau dort entsteht die zweite Freiheit – deine Bedürfnisse zu bemerken, dich zu entscheiden, ob und wie du reagierst.

„Erst dreimal tief durchatmen, bevor du reagierst“ — das ist mehr als eine Volksweisheit. Es ist eine kleine tägliche Übung für mehr Selbstbestimmung. Du entscheidest, welchem Impuls du folgst. Du gestaltest dein Leben mit. Du bist die Schöpferin.

… ein Anker

Wenn deine Gedanken sich in Kopfsalat verlieren — und das tun sie immer wieder — dann ist dein Atem der Ort, zu dem du zurückkehren kannst. Deinen Atem hast du immer bei dir – egal wo du gerade bist.

Zähle doch noch einmal deine Atemzüge. Diesmal ohne Timer. Zähle bis 100 (auch rückwärts, wenn du magst). Was bemerkst du? Wahrscheinlich hast du dich schon wieder verzählt?! Dann fange wieder von vorne an. Du bemerkst gerade einfach die Tatsache, dass du, genau wie ich und (fast) die ganze Menschheit gar nicht gedankenleer sein können.

Es geht auch hier nicht um richtig oder falsch – sondern darum, dich selbst immer wieder neu einzuladen:

Komm zurück. Hierher. Zu diesem AtemZug. Immer wieder. Hier ist dein Anker. Nicht um den Geist zu entleeren oder Gedanken zu verbieten – sondern um wahrzunehmen, WIE dein Geist gerade arbeitet — verwirrt, klar, unruhig oder weit. Und diesen Zustand einfach zu sehen. Ohne zu bewerten.

Und irgendwann auch den Moment zu bemerken – AHA – jetzt bin ich ja doch ruhiger geworden.

Und wenn du 100-mal vom Atem abschweifst, hast du die Möglichkeit, 100-mal das Zurückkehren zu üben.

… VerBINdung

Dein Atem verbindet dich — mit dir selbst. Mit deinem Partner, deinem Kind, deiner Familie. Mit dem Raum, der dich umgibt.

Dein Atem ist DIE VerBINdung zu Mutter Erde. Wir „teilen“ uns das Element Luft. Die menschliche Lunge mit ihren Verästelungen ähnelt einem Baum. Unser „Innen“ spiegelt sich im „Außen“ der Erde. Mit dem Wind, der das Element Luft in sich trägt. Mit Mutter Erde, die dich trägt, so wie du gerade sitzt oder stehst. In der Schwangerschaft bewegt dein Atem nicht nur dich, er bewegt auch sanft dein Kind. Jeder AtemZug, den du nimmst, versorgt euch beide. Verbindet euch.

EinAtmen und AusAtmen. Wie die Wellen am Meer. Er kommt und geht.

… eine Einladung an dich

Leg jetzt, in diesem Moment, kurz eine Hand auf deinen Bauch oder deinen Brustkorb. Spüre, wie er sich hebt. Und senkt. Ganz von selbst.

Du musst nichts verändern. Nur bemerken.

Dein Atem war schon immer für dich da. Er ist es jetzt. Und er wird es dein Leben lang sein.

Ich lade dich ein, ihm in den nächsten Tagen ein wenig mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Nicht als weitere Aufgabe auf deiner Liste — sondern als kleine, stille Rückkehr zu dir selbst.

Das kostenfreie Booklet zeigt dir weitere Wege zu dir selbst. Der Atem ist nur einer davon – doch für mich der wichtigste.

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