Achtsamkeit bedeutet zunächst einmal Leben im Gegenwärtigen. Das tun wir heutzutage viel zu selten. Ein achtsames Leben beginnt in dem Augenblick, indem du einfach auf das achtest, was gerade da ist. Achtsamkeit hilft dir mit Stress und Ängsten umzugehen und dich nicht so schnell vom Chaos der Welt ablenken zu lassen.
Für viele Menschen klingt allein der Begriff Achtsamkeit altmodisch. Sie können nicht auf einem Meditationskissen sitzen – oder wollen keine Zeit mit Nichtstun vertrödeln. Diese Vorstellungen sind es, die uns erst gar nicht anfangen lassen. Dabei ist Achtsamkeit absolut alltagstauglich, für JEDE(n) geeignet und sehr modern!Obwohl über 2000 Jahre alt.
In diesem Blogartikel erfährst du was Achtsamkeit NICHT ist – und fängst vielleicht einfach an. In diesem Augenblick.
JETZT ist der allerbeste Zeitpunkt um dich mit dem achtsam SEIN zu beschäftigen. Alles ist im Wandel. Die Welt im Außen ist oft laut, aggressiv und schnell. Gerade sensible Frauen, haben oft das Gefühl, nicht mehr zur Ruhe kommen zu können.
Das Üben von Achtsamkeit, also immer wieder im Hier & Jetzt anzukommen; kann dich sehr gut unterstützen. Deine eigenen Bedürfnisse zu erspüren und deine eigenen Werte zu definieren – ohne dich immer wieder vom Lärm, dem Chaos und der Angst der Welt ablenken zu lassen.
achtsamSEIN ist nichts anderes als geistesgegenwärtigSEIN das heißt wach, aufmerksam und bewusst immer wieder im Hier & Jetzt zu landen
DaniEla
Was ist Achtsamkeit NICHT?
Im Ursprung bedeutet Achtsamkeit Mitgefühl zu entwickeln und so „das Leiden“ von Mensch, Tier, Pflanze und Erde zu lindern. Alles ist mit allem verbunden. Buddha erkannte den ewigen Kreislauf von werden, wachsen, reifen, sterben schon vor über 2000 Jahren.
Mitgefühl für dich und alle WESEN zu entwickeln – das lernst du nicht in absoluter Ruhe. Es braucht genau die Herausforderungen des Alltags um das Leben im Moment zu üben.
Achtsamkeit braucht keine Zeit und Vorbereitung
Es braucht nicht mehr als deine Bereitschaft und deine innere Ausrichtung – um den Augenblick, der jetzt gerade da ist, bewusst wahrzunehmen. Dich zu spüren, wie du in diesem Moment sitzt, gehst oder liegst. Egal, wo du gerade bist. Zuhause, auf der Arbeit oder beim Einkaufen.
Achtsamkeit braucht keinen stillen Raum
Möchtest du dir einen längeren Zeitraum von zehn bis zwanzig Minuten für eine Atemmeditation nehmen – ist es natürlich schön, einen Raum zu haben, wo du nicht abgelenkt bist. Doch es braucht ihn nicht!
Du brauchst nur Stille – oder den Lärm – wahrzunehmen. Die Ruhe oder die Hektik zu beobachten. Die Buntheit, das Grün oder das Grau um dich herum. Die Angst oder die Gelassenheit – die Freude oder die Wut – deine Müdigkeit bemerken. PUNKT.
Achtsamkeit ist kein stundenlanges Sitzen auf einem Meditationskissen
Eine bequeme, aufrechte Sitzmöglichkeit ist natürlich hilfreich — doch es muss kein Meditationskissen sein. Genauso gut ist ein Stuhl, ein Hocker, eine Treppenstufe oder der Baumstumpf im Wald. Ich habe meist eine Sitzunterlage dabei, falls es draußen feucht ist.
Achtsamkeit kannst du im liegen, stehen oder laufen praktizieren. Beim Kochen, auf der Arbeit, beim Einkaufen, beim Stillen und so weiter. Also fast überall und immer.
Achtsamkeit ist kein völlig leerer Geist
Viele Meditierende – nicht nur Anfängerinnen stehen schnell vor dieser Herausforderung: Sie suchen die Ruhe und finden sie vielleicht auch, indem sie sich Handy und Social Media freie Zeit nehmen. Sie stellen das Radio oder den Fernseher aus oder gehen in den Wald. Sich für einige Minuten am Tag eine ruhige Umgebung zu schaffen ist durchaus schnell möglich. Das kannst auch du, SOFORT wenn du es möchtest.
Was in der Stille oft lauter und unruhiger wird sind deine Gedanken. 50.000 – 70.000 Gedanken schwirren täglich in unserem Kopf umher. 80 Prozent davon sind dir nicht bewusst und sie beeinflussen dich dennoch. Sehr viele der Gedanken sind dir nicht dienlich, weil sie ungute Gefühle produzieren, und das häufig in Dauerschleife.
NICHT Denken geht aber gar nicht. Es gibt KEINE GedankenLeere.
Meditation führt dich nicht immer sofort zur inneren Ruhe. Sie hilft dir jedoch — angenehme wie unangenehme Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen — überhaupt erst einmal zu bemerken und zu beobachten.
Kopfsalat- ja… dieses Wort beschrieb ganz gut, was in meinem Kopf abging.
Biyon Kattilathu in seinem Buch „Der Rischka-Fahrer, der das Glück verschenkt“
Achtsamkeit ist keine Entspannungstechnik
Entspannungstechniken fahren den Körper und das Nervensystem durch eine entsprechende Übungsanleitung herunter – PMR, Autogenes Training, Atemtechniken – und senken so das Stresslevel. Fantasiereisen führen dich in eine Vorstellung von Ruhe und Geborgenheit und Sicherheit. Auch hier wird Stress abgebaut.
Achtsamkeit trainiert hingegen deine Fähigkeit präsent im gegenwärtigen Moment zu SEIN – mit ALLEM was gerade IST – OHNE zu bewerten und ohne etwas zu verändern.
Es ist wie es ist!
Achtsamkeit stärkt unsere Selbstwahrnehmung, verbessert den Umgang mit Emotionen und lässt das Stresslevel sinken, indem du deinen Autopiloten bemerkst. Achtsamkeit braucht deine Bereitschaft, aktiv, wach und bewusst zu sein.
Bei aller Unterschiedlichkeit in Methode und Ziel gibt es natürlich Gemeinsamkeiten. Alles sind wunderbare Ressourcen um mit Stress umzugehen.
Entspannung oder Fantasiereisen führen dich an andere Orte oder in andere Zustände. Achtsamkeitspraxis lässt dich erkennen, wer du wirklich bist.
DaniEla
Achtsamkeit ist keine Psychotherapie
Doch sie kann eine Therapie begleiten und unterstützen. Immer mehr TherapeutInnen und Kliniken nutzen die Kraft der Achtsamkeitspraxis in ihren Konzepten bei der Behandlung von Depressionen und Angststörungen. Neurowissenschaftliche Studien belegen die positiven Auswirkungen von Meditation und Achtsamkeit auf die Neuroplastizität des Gehirns.
Die eigene Achtsamkeitspraxis kann auch dazu beitragen, zu erkennen, dass du in deinen Gedankenmustern oder Ängsten so festhängst, dass du dir fachliche Unterstützung holen kannst.
Achtsamkeit ist keine leichte Übung für Ungeduldige und Perfektionistinnen
Achtsamkeit ist uns als Baby mitgegeben worden. So können wir sie uns als Erwachsene auch wieder aneignen. Vielleicht ist das nicht die leichteste Übung für uns Perfektionistinnen und Ungeduldige. Doch es lohnt sich – im „Hier und Jetzt“ die kindliche Kraft des Selbst-Vertrauens, der Verbundenheit und der offenen Neugierde wiederzuentdecken.
Innerhalb von 6–8 Wochen regelmäßiger Achtsamkeits- und Meditationspraxis entspannt sich der Geist. Es entstehen mehr und mehr Momente innerer Ruhe. Quasi nebenbei verstehst du, wie dein Gehirn funktioniert — und du lernst sehr viel über deine eigene Art wahrzunehmen, zu interpretieren und zu reagieren.
Achtsamkeit ist keine Religion
Achtsamkeit ist keine Religion – auch wenn sie im Buddhismus oder anderen östlichen Traditionen gelebt wird. Es ist eine Art, nach ethischen Grundsätzen zu leben. Buddha selbst lehnte jeden Glauben an einen höhergestellten Gott ab – sondern stellte schon damals die Selbstverantwortung jedes Menschen für sich und sein Leben im Hier und Jetzt in den Mittelpunkt.
Fazit: Das Einzige, was du wirklich brauchst – bist du selbst
Achtsamkeit ist kein besonderer Zustand. Keine Technik. Kein Programm — das du erst kaufen, erlernen oder perfektionieren müsstest.
Sie ist eine Haltung — eine BeWEGung nach innen. Ein INNEhalten mitten im Alltag. Und sie beginnt genau hier — genau jetzt — in diesem Atemzug.
Du brauchst dafür kein Kissen, keinen stillen Raum, keinen leeren Kopf. Du brauchst keine App und keinen Kurs. Du brauchst nur DICH. Deine Bereitschaft, für einen Moment bei dem zu bleiben, was gerade IST.
Vielleicht ist das der ehrlichste Akt in einer Welt, die dich ständig woanders haben will: einfach hier zu sein.
Du kannst einfach anfangen – JETZT in diesem Moment.
Du brauchst NICHTS – außer dich selbst.
Es gibt kein gut oder schlecht in der Achtsamkeit – es gibt nur SEIN.
Du lernst dich selbst kennen – und bist nicht auf die Ansicht anderer angewiesen.
Achtsamkeit ist leichter als du denkst
Ich lade dich ein — heute noch einen einzigen Moment bewusst wahrzunehmen. Den Geruch deines Kaffees. Das Gewicht deiner Füße auf dem Boden. Den Klang der Stille — oder des Lärms.
Und wenn du magst hole dir das kostenfreie Booklet – als Unterstützung für deinen ersten Schritt zu mehr Achtsamkeit.
Das Einzige, was du wirklich brauchst — bist du selbst. Jetzt & Hier Das ist Achtsamkeit. Nicht Mehr – und nicht Weniger.