Mitte des Jahres 2025 mussten sie fallen: Meine Haare. Wer bin ich ungeschminkt, unverstellt. und pur? Was möchte ich loslassen? Alte Glaubensätze vom „nicht genug sein“ habe ich abgeschnitten! Konventionen, wie frau auszusehen und zu sein hat sind abrasiert! Ein neuer AbSchnitt? In meinem Monatsrückblick habe ich darüber geschrieben. Inzwischen ist mein Haar wieder nachgewachsen – doch das Thema Glaubenssätze und Prägungen beschäftigt mich weiterhin, wie viele andere Menschen auch. Viele Themen wurden in diesem herausfordernden Jahr sichtbar. Im chaotischen, äußeren Geschehen doch auch in uns Selbst.
Gleichwertigkeit, eigene Freiheit und echte Verbundenheit finden in der Zeit des Wandels jedoch immer mehr ihren Ausdruck. So ist es richtig und wichtig in sich selbst hinein zu horchen: Welche Stimmen beeinflussen dein Leben – noch immer? Hörst und vertraust du auf deine innere Stimme? Welche Möglichkeiten stehen dir zur Seite um zu wachsen?
Ganz passend zum Thema begegnet mir eine wundervolle Zeichnung und ein Text von Susanna Amberger, welche mich nicht mehr loslassen. Ein Frauenkopf ist darauf zu sehen, In die Haare haben sich Worte gewebt, die uns oft sehr lange durchs Leben begleiten und behindern. Folge dem Link und schaue dir unbedingt das Bild an.
Wie viele Stimmen haben sich wohl schon in dein Haar geflochten? Wie viele kennst du selbst? Und kannst du die Liste noch erweitern?“
Glaubenssätze – wie sie entstehen und warum sie dich klein halten
Sei brav! Streng dich doch mal an! Sei nicht so faul! Kinder haben nichts zu wollen! Das schaffst du nicht! Wer kennt sie nicht, die Stimmen, die uns begleitet und „erzogen“ haben? Welche waren es bei dir? Stimmen der Familie, in der Schule, in unserem gesamten Umfeld, die uns sagen wollen, wie wir zu sein haben. Ausgesprochene und oft auch unausgesprochenen Erwartungen, von gesellschaftlichen Werten geprägt, flechten sich seit frühester Kindheit in unser Haar. Heute sind es sind die Stimmen in unserem Kopf, die uns sagen wollen wie wir zu sein haben. Wie Frau zu sein hat. Sie BeStimmen unbewusst unser Denken und Fühlen auch wenn wir längs erwachsen sind, eigene Kinder haben oder älter werden.
Diese Stimmen lassen uns glauben, dass wir sind NIE GENUG oder VIEL ZU VIEL sind. Sie flüstern uns von Wertlosigkeit und von Liebe, die an Bedingungen gebunden ist.
Glaubenssätze lassen uns vergessen, wer wir wirklich sind. Sie halten uns fest in der Vergangenheit – ohne das wir es bemerken. Sie sind unsere inneren Antreiber, die uns immer wieder dazu bringen „ES“ besser zu machen, noch mehr zu tun, sich noch mehr anzupassen (lieb zu sein), zu funktionieren. Die Prägungen unserer ersten Lebensjahre haben große Auswirkungen auf die Entwicklung unserer Resilienz.
Resilienz – und deine innere Kraft, alte Glaubenssätze zu verwandeln
Resilienz ist die INNERE Fähigkeit, mit unseren kleinen und großen Herausforderungen und Krisen besser umzugehen, GESUND durchs Lebenzu gehen UND an ihnen zu wachsen – trotz der Bedingungen, die an uns herumERzogen haben.
Die sehr gute Nachricht ist: Auch wir als erwachsene Frauen können die Kraft der Resilienz, die in uns steckt, wiederentdecken, entwickeln und stärken. Doch wie kommen wir wieder in unsere weibliche Kraft?
Frage dich: Bist du bereit in deine eigene Kraft zu kommen? Möchtest du Glaubensmuster, die dich klein halten und schwächen, erkennen und in einen neuen Glauben über dich umwandeln?
Bist du bereit, die Verantwortung für dich selbst zu übernehmen. Als Kind hattest du keine andere Wahl als dich anzupassen und die Wunden deiner Ahninnen und Ahnen zu übernehmen. Du warst abhängig und du kanntest nur das Umfeld, in welches du geboren wurdest.
Gehe DEINEN Weg und lerne zu vergeben. Die AhnInnen, haben nur DAS weitergegeben, was sie selbst mitbekommen haben. Schmerz, Leid und der Glaube, wie das Leben zu sein hat, werden über viele Generationen weitergetragen. Der Glaube über uns selbst ist von patriarchalen Strukturen und oft religiös geprägt. Angst, Krieg und Verfolgung haben uns Frauen gelehrt STILL ZU HALTEN und MIT ZU MACHEN.
Wir Frauen wurden gelehrt STILLzuHALTEN. AUSzuHALTEN, ANDEREzuHALTEN Um unsere eigene weibliche Kraft wiederzuentdecken müssen wir STILL WERDEN und lernen UNS SELBST HALTEN.
DaniEla Quabs
Ressourcen – drei Wege, die dich unterstützen in deine Kraft zu kommen
Welche Möglichkeiten stehen dir zur Verfügung um in deine Kraft und deine inneren Fähigkeiten zu kommen? Was gibt dir inneren Halt? Was gibt dir innere Sicherheit? Was sind deine Bedürfnisse? Dies ist natürlich von Frau zu Frau ganz unterschiedlich. Doch gerade sensible Frauen sollten sich regelmäßig die Möglichkeit schaffen, von äußeren Reizen loszulassen. Social Media, Fernsehen, volle Cafés, lenken uns ab und überfluten uns Informationen, Eindrücken und Stimmungen. Sie sind abermals ein Ausdruck linearer Mach(t)barkeit von höher, schneller und weiter, die uns in festem Griff des Vergleichens, des Wettbewerbs und der Angst halten.
Achtsamkeit – ankommen bei dir Selbst um deinen Glauben über dich zu bemerken
Still werden und die Wellen des eigenen Atem wahrnehmen und den eigenen Körper spüren heißt ANKOMMEN im gegenwärtigen Moment. Ohne die Dinge zu beurteilen oder sie verändern zu wollen. Achtsamkeit ist eine der größten Ressourcen, wenn es darum geht, Stress zu reduzieren, Gelassener zu werden und sich Selbst zu finden. Was ist Achtsamkeit? Dazu gibt einen eigenen Artikel.
In dem Moment des Ankommens bei uns selbst können wir lernen unsere Glaubensmuster und inneren Antreiber zunächst einmal wahrzunehmen. Welche Stimmen bestimmen dein Leben? Das achtsame Innehalten ist eine Meditationsform für den Alltag. Sie schafft eine Raum, in dem wir uns selbst zuhören können.
erste EINLADUNG zum DICH SELBST ENTDECKEN Ein achtsames Innehalten
Wo bist du gerade? Was tust du?
Was fühlst du gerade? Was denkst du?
Wenn du dich gut mit dem fühlst, was gerade ist – super!
Wenn nicht? Fühle in dich hinein: Was kann ich JETZT verändern, damit ich mich besser fühle?
Die Fragen habe ich auf einen Stein geschrieben. Er liegt auf unserem Esstisch – ein guter Platz zum sich-immer-mal-wieder-erinnern-lassen
Regelmäßiges Innehalten lassen dich deine eigenen Bedürfnisse wieder entdecken. Deine Sinne, fühlen… sehen… riechen… schmecken… hören… bringen dich ins Hier und Jetzt. Ich erlebe Frauen, die nicht mehr fühlen, was sie brauchen, was sie nährt und ihnen an Leib und Seele guttut. Diese kleinen Momente für sich wieder zu entdecken kann sehr dankbar machen.
Irgendwann beginnst du aus dem ganzen „Kopfsalat“ deine eigenen Gedanken zu hören und deine Gefühle zu spüren. Auch die nicht unangenehmen. Du bemerkst vielleicht, wie oft du dich dich selbst „kleinmachst“, ungute Gefühle einfach „runterschluckst“ oder weiterlächelst. DAS BEMERKEN, auch wenn es unbequem, unangenehm oder schmerzhaft ist, ist richtig: Nur wenn wir uns Selbst bemerken und WAHRNehmen, was wir denken und fühlen, können wir anfangen uns zu entscheiden: Brauche“ ich diesen Gedanken, der mir nicht guttut noch? Möchte ich einen neuen eigenen Glaube über mich, der mich unterstützt und wachsen lässt.
BeWEGung – Altes abschütteln, in den Fluss kommen und DEINEN Weg finden
Wenn wir in unseren Körper achtsam hineinspüren, bemerken wir auch hier: es fühlt sich nicht immer wohl an. Die Schultern und der Nacken sind verspannt. Der untere Rücken schmerzt oder wir haben häufig Kopfschmerzen. Der Körper sagt uns, wo wir eine Pause brauchen oder ein „Nein“ Er sagt uns klar und echt welche Päckchen und Rucksäcke wir tragen. Doch wie häufig und wie lange ignorieren wir die Signale unseres Körpers? Wie oft schlucken wir eine Pille, um die Stimme zum Schweigen zu bringen? Und um weiter zu funktionieren! Dein Körper ist der Spiegel deiner Selbst. Dein Körper spricht mit der Stimme deiner Seele.
Doch tief in dir ruht ein anderer Klang. Leise, klar, unverfälscht. Die Stimme deiner Seele, die keiner Erlaubnis bedarf.
Susanna Amberger/ Über Glaubenssätze
Deine Bewegung ist eine weitere wundervolle Ressource auf dem Weg in deine weibliche Kraft. Spüre in deinen Körper hinein, wo es gerade stockt und wo es sich gerade durchlässig anfühlt. Fange an dich zu bewegen. Achtsame BeWEGung bedeutet wieder in den Fluss zu kommen, auf dem Weg zu SEIN. Sei sanft, sehr langsam und liebevoll mit dir selbst. Kreiere kleine, feine Bewegungen, die aus dir selbst entstehen. Sie folgen keiner Routine, keinen Bewegungsanleitungen. Es gibt kein Richtig oder Falsch. Ein wohliges Durchbewegen oder behutsames Ausschütteln vom Kopf bis zu den Füßen und von den Füßen bis zum Kopf.
zweite EINLADUNG zum DICH SELBST ENTDECKEN Gönne dir DEINE BeWEGung
Kreise ganz zart deine Schultern
Bewege deinen ganzen Körper wohlig wie eine Katze – Welche Körperstellen brauchen gerade deine besondere Aufmerksamkeit?
Schüttle dich sanft durch, bounce, spüre den Kontakt zum Boden
Atem ist deine innere Bewegung. Atme bewusst, ohne Anstrengung. Nur für dich!
Like a Cat- Katzen sind für mich die geschmeidigsten & beweglichsten Wesen, die es gibt
Natur – und wie dich Mutter Erde an deine wahre Essenz erinnert
Die VerBINdung zur Natur ist eine Ressource, die immer noch unterschätzt wird. Waldbaden ( japanisch: Shinrin Yoku“ ) ist in Japan eine anerkannte Anti-Stress-Managment- Methode und wird dort sogar vom Gesundheitswesen unterstützt. Doch das „Bad im Wald“ ist so viel mehr als ätherische Öle, die das Immunsystem stimulieren und Stress abbauen und die Gesundheit fördern.
Ein achtsamer Spaziergang durch die Natur verbindet uns Schritt für Schritt wieder mit uns Selbst. Mit unserem URsprung. Mit unserer Seele. Eine stille Begegnung mit Bäumen, Erde und Wasser, Sonne und Mondin erinnert uns daran, wer wir wirklich sind – bevor uns die Welt geprägt hat. Denn wir sind die NatUR, wir tragen Gaias Wesen in uns, in jeder Zelle unseres Körpers. Die Luft die wir atmen ist die gleiche Luft wie Mutter Erde. Jeder Baum, jede Pflanze, jeder Stein sind ebenso Wesen wie wir. Sie warten nur auf unsere RückVerBINdung.
Jeder Mensch hat eine Gabe und eine Aufgabe – wandelt auf seinem ureigenen Erdenpfad
dritte EINLADUNG zum DICH SELBST ENTDECKEN Lass dich berühren in deiner NatUR
Mache einen achtsamen Gang in die Natur.
Spüre mit jedem deiner Schritte, wie du die Erde massierst und die Erde deine Füße – wenn du magst auch barfuß!?
Nimm wahr wie dein Atem dich mit dem Atem von Mutter Erde verbindet
Bleibe hin und wieder stehen und schaue mit weichem Blick – Farben und Formen verschwimmen wie in einem Aquarell
oder lausche ohne Absicht der Stille, einem Vogel, dem Rauschen des Windes….
Barfuß im Herbst
Trau dich! – deiner inneren Stimme wieder zuzuhören
Die Natur zu dieser Jahreszeit macht uns ein achtsames Innehalten vor. Die Bäume haben die letzten bunten Blätter verloren und zeigen sich pur und ungeschmückt. Die Pflanzen ziehen sich zum größten Teil in die Erde, in den Bauch der großen Erdmutter, zurück. Hinein in die Dunkelheit. Und gleichzeitig voller URVertrauen, dass im Frühjahr ein neuer Lebenszyklus beginnt. In dem Wissen, dass das Licht, zur Wintersonnenwende aus der Dunkelheit neu „geboren“ wird und die Tage wieder heller werden. Immer wieder – seit Jahrtausenden.
Wir Menschen scheuen die Dunkelheit und die Stille. Gerade in der (Vor-) Weihnachtszeit sind wir gehetzt, gestresst und überfordert. Mit Erledigungen, die uns „erledigen. Großer Erwartungsdruck, Einsamkeit und auch Gewalt zum „Fest der Liebe“ sind jedes Jahr ein Thema. Wir machen uns es hell, bunt und laut statt uns auf ein WesentLICHTes zu besinnen. Auf unser inneres SEIN: Wir trauen uns nicht uns nicht mehr in die eigene, innere Dunkelheit um wieder ans Licht zu kommen. Die innere Stimme deiner Seele spricht jedoch aus dem leisen Dunkel. Also: Trau dich!
Zuzuhören heißt, sich leise vorzubeugen- bereit, von dem verändert zu werden, was wir hören.
Mark Nepo
4 Kommentare
Liebe DaniEla,
ich habe deinen Artikel sehr genossen! Achtsamkeit und Spaziergänge in der Natur sind für mich die schönsten Aktivitäten, und ich praktiziere sie konsequent seit diesem Jahr. Es zeigt Wirkung: Ich fühle mich energiegeladener. Es ist wichtig, dabei dran zu bleiben.
Oh ja, das stimmt, liebe Katrin. Das dranbleiben tut sehr gut. Meine Körperseele sagt es mir mittlerweile, wenn ich mal länger als 4 Tage nicht spazieren war. Es tut gut ihr zuzuhören.
Wow, so ein schöner Artikel. Vielen Dank, liebe Daniela. Deine Wortkreationen gefallen mir sehr gut. Allein das BeWEGung – so schön.
Herzensgrüße
von Vera💞
Liebe DaniEla,
ich habe deinen Artikel sehr genossen! Achtsamkeit und Spaziergänge in der Natur sind für mich die schönsten Aktivitäten, und ich praktiziere sie konsequent seit diesem Jahr. Es zeigt Wirkung: Ich fühle mich energiegeladener. Es ist wichtig, dabei dran zu bleiben.
Alles Liebe
wünscht Katrin
Oh ja, das stimmt, liebe Katrin. Das dranbleiben tut sehr gut. Meine Körperseele sagt es mir mittlerweile, wenn ich mal länger als 4 Tage nicht spazieren war. Es tut gut ihr zuzuhören.
Liebe Grüße
Daniela
Wow, so ein schöner Artikel. Vielen Dank, liebe Daniela. Deine Wortkreationen gefallen mir sehr gut. Allein das BeWEGung – so schön.
Herzensgrüße
von Vera💞
Ganz herzlichen Dank, liebe Vera. Ja, das Spielen mit Wörtern oder auch mal die Bedeutung nachschlagen oder hinterfragen – dass macht mir Spaß.